Witterungsreport Februar 2006

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der Firma AL-PRO in Zusammenarbeit mit der Ingenieurbüro Kuntzsch GmbH
 

Auch der Februar 2006 reihte sich in die Riege der windschwachen Monate ein. Die Ursachen hierfür liegen in der relativ großen Häufigkeit der Nord- und Ostwetterlagen. Die im Allgemeinen windstärkeren West- und Südwestwetterlagen traten weniger häufig auf.

Der Februar begann mit einer Inversionswetterlage. Sie wurde durch eine ausgedehnte Hochdruckzone über Mitteleuropa zwischen den Hochdruckgebieten DRAGO und ERNSTWOLFGANG hervorgerufen. In diesem Zeitraum war das Deutschlandwetter durch kaltes, windarmes Winterwetter mit dem zu dieser Jahreszeit typischen Nebel und Hochnebel geprägt. Die Tiefdruckgebiete MARIEKE und NICOLE und ihre Ausläufer konnten somit ihren potentiellen windbringenden Einfluss nicht vollständig ausüben.

Mit der Ausdehnung eines Troges über Skandinavien nach Süden und des damit folgenden Rückzuges der Hochdruckzone nach Südwesteuropa wurde der ruhige Witterungsabschnitt zwischen dem 06. und 09. Februar für kurze Zeit unterbrochen. An dessen Rückseite verlagerte sich u. a. das Tief OILI zunächst über die Nordsee nach Dänemark und dann in Richtung Polen und Ungarn. Es untermauerte seinen stürmischen Charakter mit Sturm- und Orkanböen sowie reichlichen Schneefällen im Süden Deutschlands.

Zur Februarmitte stellt sich die Wetterlage auf West um. Über dem Atlantik hatte sich zwischen Island und den britischen Inseln ein umfangreiches Sturmtief mit dem Namen REINECKE entwickelt. Mit der westlichen Höhenströmung verlagerte es sich in den folgenden Tagen nach Skandinavien. Den Platz von REINECKE nahm anschließend STEFFI ein. Der wechselhafte und zum Teil sehr stürmische Witterungsabschnitt dauerte bis zum Ende des zweiten Monatsdrittels an.


Abbildung 1:Wetterkarte [2] vom 17.02.2006. Das Sturmtief REINECKE befindet sich mit seinem Zentrum zwischen den britischen Inseln und Island.  

Mit einer weit reichenden Ausdehnung eines Hochdruckgebietes von den Azoren über Mitteleuropa bis nach Grönland wurde die windenergiefreundliche Periode beendet. Die Hochdruckgebiete GERD, HOLGER und INGO verringerten damit den Einfluss von Tiefdruckgebieten und gestalteten das Wetter bis zum Monatsende relativ windarm.


Quellen:

[1] Bezeichnung der Druckgebiete:
www.wetterpate.de

[2] Wetterkarte:
www.wetterzentrale.de

 

Autorin: Jana Sebecker (AL-PRO)