Witterungsreport für Februar und März 2007

Frühling vor dem Winter

Präsentiert von:
der Ingenieurbüro Kuntzsch GmbH
 

Eine Fortsetzung der windreichen Wetterlagen des Januar wäre sicherlich nach dem Geschmack eines Großteils der Windkraftbranche gewesen. Der anfängliche Hochdruckeinfluss durch Candida und Dagmar wurde auch ab dem 5. Februar von einer unbeständigen West-Wetterlage abgelöst. Dank der nun reihenweise durchziehenden Tiefdruckausläufer handelte es sich immerhin um einen Februar mit einem für diese Jahreszeit durchschnittlichem Windangebot, was durch Messungen der Ingenieurbüro Kuntzsch GmbH belegt werden kann. Der Vormonat blieb jedoch eine Ausnahme: insgesamt wurde im Februar rund ein Drittel von dessen Windangebot erreicht.

Der Trend des Februars setzte sich zunächst auch im März fort - eine unbeständige West-Wetterlage mit starken Kaltfronten. Das änderte sich mit dem Eintreffen von Maggie und Norma, die ab dem 11. März begannen, das Wetter in Mitteleuropa zu bestimmen. Diese zwei starken Hochdruckgebiete sorgten für trockene Luft und frühlingshaft warme Temperaturen. Ungewöhnlich heftig kam dann der Rückzug von Norma ab dem 15. März, der eine Umstellung der Großwetterlage auf eine Nordwestströmung zur Folge hatte. Es wurden arktische Luftmassen angezapft, deren Kaltfronten ab dem 20. März Niederschläge in Form von Schnee bis in die Niederungen und einen von manchen nicht mehr für möglich gehaltenen Wintereinbruch zum Frühlingsanfang nach sich zogen. Eine sich einstellende Vb-Wetterlage mit dem Tief Paul über Norditalien sorgte für ergiebige Schneefälle in den Alpen, die in solchen Mengen zu diesem Zeitpunkt recht ungewöhnlich waren [1].


Abbildung 1: Bodenwetterkarte vom 25.03.07 mit dem kräftigen Hoch über Nordeuropa [2]
 

Die letzte Märzwoche wurde weitestgehend durch eine Ostwetterlage mit dem sehr kräftigen Hoch Orania über Skandinavien und Russland geprägt. Dadurch wurden trockene, kühle Luftmassen aus Osten zu uns geführt.

Die Ostwetterlage und die beiden Hochdruckgebiete Norma und Maggie sorgten im März zum einen vielfach für wolkenlose Verhältnisse und damit für eine Anomalie der Werte der Sonnenscheindauer von bis zu 170 Prozent des vieljährigen Mittels.


Abbildung 2: Sonnenscheindauerkarte Deutschlands für März 2007 relativ zum langjährigen Mittel [3]
 

Hinsichtlich des Windangebots sorgten die ersten Märztage andererseits mit der unbeständigen Westwetterlage und dem starken Ostwind in den letzten Tagen für einen leicht über dem Durchschnitt liegendem Monat.


Quelle:

[1] EGLI, HÄCHLER, HOSTETTLER für
www.meteoschweiz.ch

[2] Bodenwetterkarte und Namen der Druckgebilde:
www.wetterpate.de

[3] Sonnenscheinkarte:
www.dwd.de

 

Autoren: Sebastian Muhs, Henning Krebs (Ingenieurbüro Kuntzsch GmbH)