Witterungsreport Januar 2007

Rekordverdächtiger Windmonat

Präsentiert von:
der Ingenieurbüro Kuntzsch GmbH
 

Mit dem Januar 2007 erlebte Deutschland einen der stürmischsten Monate, seitdem es moderne Windmessungen gibt. Zugleich war er auch einer der wärmsten Wintermonate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Das Windmessnetz der Ingenieurbüro Kuntzsch GmbH verzeichnete die stärksten Winde seit Messbeginn im Jahr 1992, lediglich der Januar 1993 war noch etwas windstärker. Eine Untersuchung von Reanalysedaten, die seit 1948 vorliegen, bestätigte das außergewöhnlich hohe Windangebot.

Ursache für die rekordverdächtige Witterung waren die häufigen Südwest- und Westwetterlagen. Mitteleuropa wurde immer wieder von Sturmtiefs bzw. Orkanen überquert. Die bemerkenswertesten Stürme waren FRANZ am 11.01. und 12.01. sowie natürlich KYRILL mit zahlreichen Sachschäden am 18.01 und 19.01.


Abbildung: Luftdruckverteilung und Frontensysteme während des Sturms Kyrill am 19.01.2007 [1].
 

Die höchste gemessene Windgeschwindigkeit im Orkan Kyrill betrug 224 km/h an der Messstation Konkordiahütte (Schweiz), im Flachland wurden Böen bis 146 km/h (Berlin-Adlershof) aufgezeichnet. Die höchste gemessene Böengeschwindigkeit im Messnetz der Ingenieurbüro Kuntzsch GmbH betrug 136 km/h.


Quelle:

[1] Bezeichnung der Druckgebilde + Bodendruckkarte:
www.wetterpate.de

 

Autor: Dipl.-Met. Eik Steinbach (Ingenieurbüro Kuntzsch GmbH)