Witterungsreport März 2006

Präsentiert von:
der Ingenieurbüro Kuntzsch GmbH in Zusammenarbeit mit der Firma AL-PRO
 

Der Anfang des Monats März 2006 wurde durch überwiegend tiefen Luftdruck bestimmt, die Tiefs VIKTORIA, XANDRIA, YUNA, ZENZI und AURISA überquerten Deutschland und sorgten für winterliches Wetter, im Süden Deutschlands mit ergiebigen Schneefällen. Sie brachten einigen Wind nach Deutschland. Ihr Treiben wurde am 8. von Hoch JOCHEN unterbrochen, welches vorübergehend für freundliches Wetter sorgte. Vom 9. bis 11. schaffte es Tief BENTE, Deutschland zu überqueren, bevor Hoch INGO bis zum 19. März die Situation an sich riss. Die Temperaturen wurden von ihm erneut in den Keller geschickt, dabei traten um den 14. März vor allem in Norddeutschland rekordverdächtige Tiefstemperaturen von örtlich unter - 15 Grad Celsius auf.

Vom 19. bis 22. lag Deutschland zwischen den Tiefs FRIEDEGUNDE und ELENA und wurde von unbeständigem Wetter geprägt. Danach gewann Hoch KONRAD kurz Einfluss auf Deutschland.

Ab dem 24. März überquerte zunächst Tief HEIKE Deutschland und sorgte für schnell steigende Temperaturen, aber auch zunehmenden Wind. Sie wurde ab dem 26. von Jasmin abgelöst, welche mit der von ihr verursachten Südwestströmung Temperaturen über 20 Grad Celsius brachte, in einigen Gegenden wurde am 27. März die höchsten Temperaturen seit mindestens 40 Jahren gemessen. Ein "Höhepunkt" war der Durchzug einer Kaltfront am Abend des 27., an welcher in den auftretenden Gewitterzellen über Norddeutschland mindestens 6 Tornados auftraten, die zu zahlreichen Sachschäden führten [2]. Leider waren im Hamburger Hafen 2 Menschenleben zu beklagen.


Abbildung 1: gemessene Windstärken in Deutschland am 31.03.2006, 16:00 Uhr. Die Pfeile zeigen die Windrichtung an, die Farbe der Pfeile kennzeichnet die Windstärke (blau: 0-3; grün: 4-5; gelb: 6-7; rot: >7) [3].
 

Die letzten Tage des März wurden weiter von durchziehenden Tiefs bestimmt, KARIN und LEILA brachten dabei reichlich Wind.

Das Windangebot im Monat März war wie bereits in den Vormonaten unterdurchschnittlich, so dass der Jahresanfang 2006 zu den windärmsten der letzten 17 Jahre zählt.


Quellen:

[1] Bezeichnung der Druckgebiete:
www.wetterpate.de

[2] Tornadoliste:
www.tornadoliste.de

[3] Windstärkekarte:
www.windfinder.com

 

Autor: Dipl.-Met. Eik Steinbach (Ingenieurbüro Kuntzsch GmbH)