Windgutachten – Verifizierung

Im Rahmen unseres Qualitätsmanagements vergleichen wir routinemäßig die Ergebnisse unserer Windgutachten mit den Ertragswerten später errichteter Windenergieanlagen. Viele Betreiber haben dabei freundlicherweise mitgewirkt, indem sie uns – unter Voraussetzung einer vertraulichen Behandlung – Angaben zu Ertragswerten und Verfügbarkeiten ihrer Anlagen mitgeteilt haben. In manchen Fällen weichen der Anlagentyp oder die Standortkoordinaten von den im Windgutachten vorausgesetzten Angaben ab; dies wurde berücksichtigt, wenn wir dazu Informationen erhalten konnten. In manchen Fällen müssen wir vermuten, dass die Leistungskennlinie der Windenergieanlage(n) oder ihre Verfügbarkeit erheblich von den im Windgutachten vorausgesetzten Werten abweichen.

Etwa 10 Jahre nach Beginn der Datenerhebung haben wir im Rahmen der 11. Deutschen Windenergiekonferenz DEWEK 2012 über die Ergebnisse der statistischen Auswertungen berichtet. Eine Beschreibung der Studie steht im Auszug aus dem Konferenzband zum Download bereit.

Neben einer Hinterfragung von Begriffen wie ‚Treffer‘ gehen aus der Untersuchung insbesondere die mit der Zeit gestiegene Güte der Windgutachten und die wichtige Rolle der Datenbasis für die Qualität von Windgutachten hervor.

Aus den bei der Verifizierung gewonnenen Erfahrungen ziehen wir einerseits Rückschlüsse auf notwendige Bedingungen und Methoden für exakte Ertragsberechnungen. Andererseits ist bei vorliegenden Gegebenheiten eine Abschätzung der erzielbaren Berechnungsgenauigkeit möglich.

Die Verifizierung unserer Windgutachten führen wir laufend fort und vertrauen dabei auf die Unterstützung unserer Kunden – insbesondere durch vertrauliche Mitteilung der Ertragswerte realisierter Projekte. Wir haben hierzu ein Formular vorbereitet, auf dem zusätzlich festgelegt werden kann, inwieweit auch die Ergebnisse der Ertragsauswertung vertraulich zu behandeln sind.